Neuigkeiten unserer Spendenaktion für Uganda! - News about our fundraiser for Uganda! (49)

in Deutsch D-A-CH2 years ago (edited)

Während hier in Deutschland für viele die Urlaubsvorbereitungen laufen, sich Tausende bei Demos versammeln und viele Menschen sich leider so verhalten, als würde es den Corona-Virus garnicht geben, geht es in vielen anderen Ländern ums Überleben. Daß es in Afrika, Indien etc. keine gute (bzw. fast gar keine) Gesundheitsversorgung gibt, ist ja nichts Neues, aber wir sehen ja auch in Europa und den USA ,welche Folgen das Versagen der Politik und die schlechten Gesundheitssysteme haben.

In Deutschland haben wir bis jetzt die Coronazeit ganz gut überstanden. Wir hatten Glück, schönes Wetter und keine Ausgangssperre gehabt zu haben.
Außerdem wohnen wir in einem reichen Land. Der Staat hat schnell reagiert und jede Menge Geld verteilt ( ...was davon sinnvoll war und was nicht....das lasse ich hier mal aus...).

Fakt ist: jeder hat ein Dach über dem Kopf, Wasser und Strom und vor allem: NIEMAND VERHUNGERT HIER!

Da ich seit Jahren über unser Projekt zu vielen Menschen am Lake Bunyonyi in Uganda Kontakt habe, ist der Armutsbegriff für mich sowieso immer ein Problem.
Natürlich gibt es auch Armut in Deutschland (übrigens leider oft in Form von geistiger Armut...), aber verglichen mit den Menschen dort, klingt das hier wie Hohn.

Die meisten Menschen am Lake Bunyonyi haben ihre Region noch nie verlassen. Sie wohnen in kleinen Häusen/Hütten ohne Strom und Wasser. (Wenn bei uns in Deutschland mal zwei Stunden der Strom ausfällt, dann ist das schon krisenverdächtig!)
Es gibt keine Schulpflicht und Eltern, die ihre Kinder zur Schule schicken, müssen dafür bezahlen.
Viele sind dazu nicht in der Lage.
Außerdem gibt es jede Menge Kinder, die keine Elten mehr haben.
Aids, Unfälle und Erkrankungen forden Leben.
Man stirbt dort an den "einfachsten" Erkrankungen, z.B. einer Blinddarmentzündung.
Das ganze Leben ist in gewisser Weise ein Kampf.
Jobs gibt es wenige und oft werden die Leute nicht bezahlt.
Viele haben kleine Gärten, in denen sie etwas Obst und Gemüse anbauen. Die Ernährung ist sehr einseitig, es geht darum, satt zu werden, deshalb ist Maisbrei auch Grundnahrungsmittel.
Durch die Armut, die mangelnde Bildung und den starken Glauben (der größte Teil der Bevölkerung sind Christen) ist auch die Verhütung ein Problem...Die Kirche sieht nach wie vor Verhütung als Sünde an...

Wer dort geboren wird, hat nur geringe Chancen, der Armut zu entkommen. Es ist schon in normalen (nicht Corona-) Zeiten schwer genug, aber durch den Lockdown gibt es dort ein Thema und zwar den Hunger. Menschen betteln ihre Familie oder Nachbarn an und es wird geklaut (Obst, Gemüse, Tiere), um zu überleben.

Und natürlich gibt es auch jede Menge Ängste.
Der Corona-Virus ist in Bunyonyi noch nicht angekommen, aber sie wissen, daß dann viele sterben werden, da keine medizinische Versorgung vorhanden ist.

Habt Verständnis für mich, daß ich kotzen könnte, wenn ich hier in Deutschland so manche Kommentare höre wie:
"Ich will endlich wieder Shoppen gehen! Man muß ja mal raus!"
"Ich will in den Urlaub fliegen."
"Ich will endlich wieder in die Kneipe gehen. Corona ist vorbei!"
usw.....

Ja, ihr habt Probleme!

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While here in Germany preparations for vacation are in progress, thousands gather at demos and unfortunately many people behave as if the Corona virus did not exist, survival is a matter of concern in many other countries. The fact that there is no good (or almost no) health care in Africa, India etc. is nothing new, but we are also seeing in Europe and the USA what consequences the failure of politics and the poor health systems have.

In Germany we have survived the Corona period quite well so far. We were lucky to have good weather and no curfew.
We also live in a rich country. The state reacted quickly and distributed a lot of money (... what made sense and what didn't ... I'll leave it out here ...).

The fact is: everyone has a roof over their heads, water and electricity and above all: NO ONE STARVED HERE!

Since I have been in contact with many people on Lake Bunyonyi in Uganda for years through our project, the concept of poverty is always a problem for me anyway.
Of course there is also poverty in Germany (unfortunately often in the form of intellectual poverty ...), but compared to the people there it sounds like mockery.

Most people on Lake Bunyonyi have never left their region. They live in small houses / huts without electricity and water. (If there is a power cut in Germany for two hours, then that's already suspect of a crisis!).
There is no compulsory schooling and parents who send their children to school have to pay for it.
Many are unable to do this.
There are also a lot of children who have no parents.
AIDS, accidents and illnesses take life.
One dies there of the "simplest" diseases, e.g. an appendicitis.
In a way, life is a struggle.
Jobs are few and often people are not paid.
Many have small gardens where they grow some fruit and vegetables. The diet is very one-sided, it's about getting full, that's why corn porridge is also a staple food.
Poverty, lack of education and strong faith (the majority of the population are Christians) also make contraception a problem ... The Church still sees contraception as a sin ...

Those who are born there have little chance of escaping poverty. It is difficult enough in normal (not corona) times, but due to the lockdown there is an issue there and that is hunger. People beg their families or neighbors and they steal (fruit, vegetables, animals) to survive.

And of course there are also a lot of fears.
The corona virus has not yet arrived in Bunyonyi, but they know that many will die because of the lack of medical care.

Please understand that I could throw up if I hear some comments here in Germany such as:
"I finally want to go shopping again! You have to go out!"
"I want to fly on vacation."
"I finally want to go back to the pub. Corona is over!"
etc.....

Yes, you have problems!

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Heute wurden Maismehl und Seife verteilt und es wurden auch Medikamente gekauft.
Today, corn flour and soap were distributed and medicines were also bought.

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Ausführliche Infos zu dem Projekt im Video :
Detailed information about the project in the video (german) :

Ich habe einen MoneyPool bei Paypal erstellt.
Dort könnt ihr unkompliziert spenden.
Es müssen keine großen Summen sein,jeder Euro hilft !

I have created a MoneyPool at PayPal.
You can donate easily there.
It doesn't have to be big sums, every euro helps!

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